
Alle Kinder sind nach den Ferien wieder da. Wir begrüßen alle „alten“ und „neuen Kinder herzlich.
9.00 Uhr, das Frühstück steht bevor. Zum Händewaschen geht es in den Waschraum. Doch vorher stellen wir uns im Gruppenraum auf. Es wird ein Zug gebildet. Jeden Morgen ist ein anderes Kind „Zugführer“.
Zuerst begrüßen wir uns. Der „Zugführer“ darf sich wünschen in welcher Sprache (deutsch, plattdeutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch, vietnamesisch, chinesisch) wir das tun wollen.
Das geht folgender Maßen, z.B. 4mal mit den Füßen stampfen, 4mal auf die Oberschenkel klopfen, 4mal in die Hände klatschen; dazu sprechen wir jeweils 1, 2, 3, 4; zum Schluss: guten Morgen.
So entstand unser „Zug-Ritual“:
Wir fingen in unserer Sprache an, bis ein Kind die Idee hatte, es auf Englisch sagen zu wollen. Ein anderes hat vietnamesische Familienangehörige, es wurde nachgefragt und für uns aufgeschrieben etc., so ging es weiter. Jeden Morgen wird mit Spannung auf den „Zugführer“ geschaut, was „er“ sich aussucht.
Unser Ritual steht für einiges mehr:
Sprach- und Sprechfreude wird gefördert. Des Weiteren entsteht bei den Kindern die Neugier auf fremde Sprachen und es lässt in ihnen ein Bewusstsein für Mehrsprachigkeit entstehen.
All das lernen die Kinder im Spiel.
Das morgendliche Ritual geht noch weiter:
Danach zählen die Kinder in Folge durch. Das machen auch unsere Jüngsten spielend mit; ansonsten wird geholfen. Zum Schluss überlegen wir gemeinsam wer fehlt.
Schließlich wird nach dem Händewaschen gefrühstückt. Beim Frühstück bilden ein Gebet und ein Lied zusätzlich ein geselliges Beisammensein.